In einer umfangreichen Einigung hat eine der größten Versicherungsgesellschaften in den USA, State Farm, beschlossen, Millionen von Dollar zu zahlen, um ihre Kunden zu entschädigen. Der Grund: Verbraucherschutzorganisationen werfen dem Unternehmen vor, wertlose Versicherungsdeckung verkauft zu haben. Ein Kollektivklageverfahren, das im Februar 2018 eingereicht wurde, steht im Mittelpunkt dieser Angelegenheit.

State Farm wird einen Fonds in Höhe von 20,93 Millionen Dollar einrichten, um die Ansprüche aus der Klage zu begleichen. In dem Verfahren wird dem Unternehmen „absichtliche Falschdarstellung“ seiner Produkte vorgeworfen. Betroffen sind vor allem Autofahrer in New Mexico, die eine Versicherung erworben haben, die ihnen letztendlich wenig bis gar keinen Nutzen bot.

Entschädigungsdetails und Fristen

Die eingereichte Klage betrifft alle, die zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 31. Dezember 2021 die U Coverage-Policen von State Farm in New Mexico erworben haben. Die Entschädigung wird auf Grundlage der von jedem Mitglied der Einigung gezahlten Prämien berechnet und erfolgt pro-rata, abhängig von der Gesamtzahl der eingereichten Ansprüche.

„Wenn Sie Mitglied der Settlement Class sind, können Sie für eine Entschädigungszahlung in Höhe von bis zu 21 % der Prämien, die Sie für Mindestgrenzen der U Coverage zwischen 2010 und 2021 gezahlt haben, sowie 13 % der Prämien für nicht-minimale Grenzen der U Coverage, die Sie ebenfalls zwischen 2010 und 2021 gezahlt haben, in Frage kommen.“

Wichtige organisatorische Informationen

Um eine Entschädigung zu erhalten, müssen Ansprüche bis spätestens 2. Juli eingereicht werden. Die finale Anhörung zur Einigung findet am 8. Juni statt. Obwohl State Farm der Einigung zugestimmt hat, weist das Unternehmen jegliches Fehlverhalten von sich. Bislang hat kein Gericht über den Fall entschieden, weder zu Gunsten von State Farm noch zugunsten der Kläger.

Die Situation verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Vertragsdetails von Versicherungsangeboten genau zu prüfen und sich nicht von den ersten Eindrücken blenden zu lassen. Einmal mehr wird der Verbraucher in Fragen der Fairness und Transparenz in den Fokus gerückt.