Zehn Jahre nach den Kölner Silvesterangriffen: Eine bleibende Erinnerung

Vor genau zehn Jahren wurden über 1.000 Frauen in großen Städten Deutschlands Opfer von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen. Diese schrecklichen Taten, die von neu angekommenen Migranten Männern ausgeführt wurden, werfen bis heute Fragen nach den Ursachen und der Reaktion der Gesellschaft auf.

Im Rückblick auf die Angriffe, die am Silvesterabend 2015-16 stattfanden, wird deutlich, dass ihre Ursachen nicht einfach zu kategorisieren sind. Ein deutscher Wissenschaftler bezeichnete die nordafrikanischen Ursprünge der Täter nicht als „kriminogen-subjektiv“, sondern als Ergebnis einer radikalen „Männlichkeit“. Diese Bemerkungen fallen in eine Zeit, in der das Land über die Auswirkungen dieser Ereignisse auf die politische Landschaft nachdenkt.

Verborgene Realität des Geschehens

Die Angriffe, die zunächst in den deutschen Medien kaum behandelt wurden, erlangten durch die Berichterstattung von Breitbart News weltweite Aufmerksamkeit. In Köln allein wurden über 1.300 Menschen, in erster Linie Frauen, von Gruppen migrantischer Männer angegriffen. 600 Frauen wurden sexuell belästigt, 28 vergewaltigt, und viele weitere wurden geschlagen und bestohlen. Eine 18-jährige Frau berichtete von einer Abtreibung nach einer Vergewaltigung, die sie gemeinsam mit einer anderen Frau erlitten hatte.

In der Nacht wurden deutschlandweit über 1.200 Frauen berichtet, die sexuell angegriffen wurden. Obwohl es mehr als tausend Täter gegeben haben soll, konnten die meisten nie ermittelt werden, und nach einem Jahrzehnt gibt es lediglich 39 Verurteilungen – davon nur zwei für Sexualdelikte.

Politische Folgen und Veränderungen

Die damalige Ministerin für Inneres, Thomas de Maizière, gab zu, dass die Angriffe „einen Wendepunkt in der Debatte über Flüchtlinge in Deutschland“ darstellten. Diese Vorfälle führten dazu, dass die migrantenkritische AfD an Bedeutung gewann und die Forderungen nach strengeren Migrationspolitiken in den folgenden Jahren anstiegen. Der Druck auf die linke Politik blieb jedoch spürbar, und Versuche, die Geschichte der Ereignisse zu revidieren, sind bis heute Thema.

Ein weiterer Aspekt der Diskussion ist die Rolle der Polizei an jenem Abend. Trotz der Überforderung ihrer Einsatzkräfte wiesen die Kölner Polizeibehörden Reservebeamte ab und versendeten eine Pressemitteilung, die von einem „friedlichen“ Verlauf der Nacht sprach. Diese Reaktion zeigt das Versagen der Behörden im Umgang mit einer derart schweren Situation.

Gedenken und Forderungen

Am Abend des zehnten Jahrestages der Übergriffe fand auf dem Kölner Platz eine Mahnwache der Gruppe „Frauenheldinnen“ statt. Diese Organisation kritisiert die Polizei, die in der Situation überfordert war, und weist darauf hin, dass die Bedeutung der Angriffe konsequent heruntergespielt wurde. Die Heroinen forderten die Regierung auf, ihre verfassungsmäßige Pflicht zum Schutz von Frauen und Mädchen zu erkennen und diese Verpflichtung über alle Überlegungen zur Migration und Integration zu stellen.

Sie forderten auch die Entziehung der Staatsbürgerschaft und Abschiebung gewalttätiger Migranten sowie die Entfinanzierung großer NGOs, die Gewalt verharmlosen oder vertuschen. Gelingt es der Regierung nicht, diese Forderungen umzusetzen, verlieren die Rechtsstaatlichkeit und deren Legitimität.

Echos der Vergangenheit: Eine bleibende Frage

Eine hartnäckige Frage bleibt nach den Übergriffen ein Jahrzehnt später: Könnte so etwas wieder geschehen? Die Muster des Verhaltens, die während der massiven Übergriffe zu beobachten waren, wurden mit dem Phänomen „Taharrush“ in der arabischen Welt verglichen. Dieser „Spiel“ ist ein erschreckendes Muster, das als eine Form kollektiver sexueller Belästigung beschrieben werden kann.

Die Alarmglocken läuten schon wieder, nachdem ähnliche Übergriffe in Städten wie Mailand während der Silvesterfeierlichkeiten verzeichnet wurden. Ein Augenzeuge berichtete von einer Situation, in der Frauen von Gruppen migrantischer Männer belästigt und eingeschlossen wurden. Es scheint, als wäre die Debatte um sexuelle Gewalt und eine unzureichende Reaktion der Behörden noch lange nicht beendet.