Ein Wintereinbruch sorgt für Chaos in Europa

Mehr als 1.000 gestrandete Fluggäste verbrachten die Nacht am internationalen Flughafen von Amsterdam Schiphol, während ein massives Winterwetter Teile Europas heimsuchte. Schnee und Eis führten zur Streichung Hunderter Flüge und sorgten für stockenden Verkehr auf Autobahnen und Bahngleisen.

In Paris nutzten Skifahrer die schneebedeckte Seine als Abfahrt, während Straßen und Parks rund um den Eiffelturm und das Louvre-Museum unter einer dicken Schneeschicht begraben lagen. Das Wetter sorgte auch dort für erhebliche Verkehrsprobleme.

Die Lage in Berlin

Doch es gab auch positive Nachrichten für einige Berliner, denn den Behörden zufolge wurde die Stromversorgung für Tausende Haushalte in der Hauptstadt wiederhergestellt. Diese waren vier Tage lang in den eisigen Temperaturen ohne Elektrizität, nachdem es einen Verdacht auf einen linksradikalen Angriff auf Hochspannungsleitungen gegeben hatte.

Am Flughafen Schiphol wurden über Nacht Hunderte Feldbetten aufgestellt, und das Personal servierte müden Reisenden ein Frühstück, während sie gleichzeitig versuchten, den Schnee von den Landebahnen zu räumen und die Flugzeuge zu enteisen. Insgesamt wurden mindestens 800 Flüge am Mittwoch gestrichen.

Reisechaos für Passagiere

Die nationale Fluggesellschaft KLM berichtete, dass die Schlangen am Flughafen aufgrund rechtzeitiger Stornierungswarnungen der Passagiere verkürzt wurden. Viele Reisende blieben somit zuhause und machten sich nicht auf den Weg zu einem bereits gestrichenen Flug.

Der niederländische Bahn- und Straßenverkehr war ebenfalls stark betroffen. Der Zugbetreiber NS forderte Reisende auf, ihre Reisen, wenn möglich, zu verschieben. Aufgrund des heftigen Schneefalls am Morgen und den späteren Schneeschauern traten größere Probleme auf. Sowohl im nationalen als auch im internationalen Zugverkehr gab es Einschränkungen.

Frankreich im Griff von Schnee und Eis

Auch in Frankreich war die Lage angespannt. Die nationale Wetterbehörde Meteo France gab heraus, dass große Teile der nördlichen und westlichen Regionen, einschließlich der Pariser Region, wegen Schnee und schwarzem Eis in Alarmbereitschaft versetzt wurden. Die Behörden rieten dazu, von zuhause aus zu arbeiten und die Nutzung von Autos in den betroffenen Regionen zu vermeiden.

Transportminister Philippe Tabarot teilte mit, dass am Mittwoch mehr als 100 Flüge am Flughafen Charles de Gaulle in Paris und etwa 40 weitere am Flughafen Orly gestrichen wurden. Auch die französische Bahngesellschaft SNCF warnte vor Verspätungen und Störungen aufgrund entsprechender Wetterbedingungen.

Probleme in ganz Europa

Sogar in Ländern, die an harsche Winterbedingungen gewöhnt sind, gab es Berichte über Schwierigkeiten. Im Westen Schwedens fiel heftig Schnee, und in Göteborg wurden aufgrund der Witterung am Mittwochmorgen alle Stadtbahnen außer Betrieb genommen. In Finnland führten starten von Dieselbussen, die über die Feiertage abgestellt waren, und schlechte Fahrbedingungen zu Stornierungen und Verspätungen im Busverkehr in der Region Helsinki.