Ein deutscher Beamter betonte am Sonntag, dass das internationale Recht für jede Nation gilt. Diese Aussage kommt, während der US-Präsident Donald Trump mit dem Gedanken spielt, Grönland zu erwerben, um Amerika vor seinen Gegnern zu schützen.
In einem Bericht von Reuters wird auf einen Kommentar des deutschen Finanzministers Lars Klingbeil hingewiesen, der sich zur Situation um Grönland äußerte, das unter der Jurisdiktion des Königreichs Dänemark steht.
Internationale Rechtsprinzipien im Fokus
„Die Prinzipien des internationalen Rechts gelten für alle, einschließlich der Vereinigten Staaten“, sagte Klingbeil am Sonntag in Bezug auf Trumps Androhungen, Grönland zu annektieren. „Es liegt ausschließlich an Dänemark und Grönland, über die Zukunft Grönlands zu entscheiden. Die territoriale Souveränität und Integrität muss respektiert werden“, fügte er hinzu, bevor er sich auf den Weg nach Washington machte, um an einem Treffen der Finanzminister der Gruppe der Sieben (G7) teilzunehmen.
Klingbeil betonte zudem: „Wir erhöhen die Sicherheit in der Arktis gemeinsam als NATO-Verbündete und nicht gegeneinander.“
Koordination zwischen Paris und Berlin
Nach Informationen von Breitbart News haben offizielle Stellen in Paris und Berlin offenbar koordiniert, um auf Trumps Äußerungen bezüglich des möglichen Erwerbs von Grönland zu reagieren. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die USA militärisch gegen den sozialistischen Diktator Nicolás Maduro in Venezuela vorgegangen sind, was vom Weißen Haus als Demonstration der Monroe-Doktrin beschrieben wird. Diese besagt, dass Amerika hegemoniale Kontrolle über die westliche Hemisphäre hat und daher das Recht hat, gegen ausländische Eindringlinge in seinen Einflussbereich zu handeln.
Trump und die Grönland-Frage
Präsident Trump hat jüngst erklärt, dass die USA in Bezug auf Grönland handeln werden, und erklärte: „Wenn wir das nicht tun, dann werden Russland oder China einziehen.“
„Im Moment werden wir etwas in Bezug auf Grönland unternehmen, egal ob es ihnen gefällt oder nicht, denn wenn wir es nicht tun, wird Russland oder China Grönland übernehmen, und das werden wir nicht akzeptieren. Ich würde gerne einen Deal auf einfache Weise machen, aber wenn das nicht geht, dann machen wir es eben auf die harte Tour“, so Trump.
Reaktionen aus Grönland
In Antwort auf Trump äußerte der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen zusammen mit weiteren Parteiführern: „Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein“, berichtete die Associated Press (AP).