Am Freitag setzten die europäischen Führer ihre Gespräche über den Iran-Krieg fort und diskutierten eine zukünftige Mission zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. In diesem Kontext gab Präsident Trump während der Konferenz in Paris bekannt, dass die strategische Wasserstraße bereits wieder geöffnet sei.
Zu den Teilnehmenden der Konferenz gehörten Großbritanniens Sir Keir Starmer, Frankreichs Emmanuel Macron, Deutschlands Friedrich Merz und Italiens Giorgia Meloni. Sie fanden sich in Paris zusammen, um virtuell mit 50 Ländern eine theoretische militärische Entsendung in den Persischen Golf zu erörtern, die die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus sichern soll – einem strategischen Engpass, durch den in normalen Zeiten ein Fünftel des globalen Seetransports von Öl abgewickelt wird. Doch die große Konferenz wurde etwas durch Trumps Ankündigung überlagert, dass die Straße während des laufenden Treffens bereits wieder geöffnet sei.
Die Reaktion der europäischen Führer
Sir Keir Starmer versuchte nach dem Treffen, die Initiative zurückzugewinnen. Er erklärte: „Wir begrüßen die Ankündigung, die während unseres Treffens gemacht wurde“, betonte jedoch die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass dies „eine dauerhafte und praktikable Lösung ist“. Trump habe mit Teheran einen Kompromiss erzielt, was seiner Meinung nach die Notwendigkeit unterstreiche, dass Europa über eine mögliche Entsendung ihrer Marine nachdenkt.
Die Sprache der europäischen Führer blieb vorsichtig. Macron äußerte sich nach dem Treffen, dass die Gespräche über die Straße fortgesetzt werden und bereits ein weiteres Treffen für die nächste Woche geplant sei. Starmer machte deutlich, dass eine Mission „streng friedlich und defensiv“ wäre, als Unterstützung für die kommerzielle Schifffahrt und für Minenräumungen, und betonte, dass diese Mission nur „so bald wie möglich unter geeigneten Bedingungen“ beginnen würde.
Unklare Ziele und Trump’s Kritik
Starmer und seine europäischen Kollegen waren sich einig, dass dies weit nach dem Krieg geschehen soll, wenn keine Bedrohung mehr für ihre Marinen besteht. Dies wirft jedoch die Frage auf, welches tatsächliche Ziel diese Mission verfolgen könnte.
Präsident Trump griff diese Widersprüche auf und äußerte sich zu dieser Friedensmission. Er schrieb: „Jetzt, wo die Situation in der Straße von Hormus vorbei ist, erhielt ich einen Anruf von der NATO, ob wir Hilfe benötigen. Ich habe ihnen gesagt, sie sollen sich fernhalten, es sei denn, sie wollen einfach nur ihre Schiffe mit Öl beladen. Sie waren nutzlos, als sie gebraucht wurden, ein Papiertiger!“