Die Zahl linksextremistischer Straftaten ist im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen um über 100 Prozent gestiegen.
Wie das Innenministerium des Landes in Düsseldorf berichtet, wurden im Jahr 2025 über 2.400 Fälle linksextremistischer Straftaten verzeichnet. Dies ist mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor, als 1.187 linksextremistische Straftaten registriert wurden. Ein aktueller Bericht des Senders NTV belegt diese alarmierenden Zahlen.
Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen gab zudem bekannt, dass die Zahl der linksextremistischen Gewaltdelikte von 86 auf 153 angestiegen ist, während die Anzahl der Eigentumsdelikte von 488 auf 1.190 sprang.
Zunahme von Angriffen auf kritische Infrastruktur
Besonders besorgniserregend ist die Zunahme der linksextremistischen Angriffe auf kritische Infrastrukturen. So berichtete das Landesamt für Verfassungsschutz, dass im vergangenen Jahr Angriffe auf die Energieinfrastruktur, große Industrieanlagen und Eisenbahnen anstiegen, inklusive sechs Angriffe im Jahr 2025 im Vergleich zu nur zwei im Vorjahr.
Die Behörden gaben bekannt, dass linksextremistische Zellen zunehmend soziale Medien nutzen, um junge Menschen für ihre Sache zu gewinnen und ihre radikalen Taten sowie ein „Lifestyle-Image“ zu propagieren. Dieses Phänomen zeigt, dass die Gruppe zunehmende Diversität aufweist, von Aktionen einzelner Zellen innerhalb politischer Parteien bis hin zu kleinen kommunistischen Gruppen.
Brutalität und professionelle Strategien
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul äußerte sich besorgt über die Entwicklung und stellte fest: „Die Taten werden brutaler, professioneller und persönlicher.“ Er betonte auch, dass Kollateralschäden in Angriffen zunehmend als hinnehmbar erachtet werden, „im Namen eines vermeintlich höheren Ziels.“ Dennoch betont er, dass die Sicherheitsbehörden „alle Gegner unserer Demokratie ins Visier genommen haben.“
Trotz der Tatsache, dass das Thema linksextremistischer Terrorismus in der etablierten Presse häufig heruntergespielt wird, rückt es in Deutschland zunehmend in den Fokus. Vor einem Monat wurden über 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbeimmobilien durch einen mutmaßlichen Akt linksextremer Sabotage an einer kritischen Stromleitung in Berlin in die Dunkelheit gestürzt. Dieser Angriff, der auch die Stadtbahn und Krankenhäuser betraf, ließ einige Bereiche bis zu fünf Tage ohne Strom, und das mitten im kalten Winter.
Internationale Beachtung und politische Implikationen
Dies stellte den längsten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg dar und übertraf den vorherigen Rekord, der erst einige Monate zuvor aufgestellt worden war. Trotz eines hohen medialen Interesses und einer Belohnung von 1 Million Euro für Hinweise auf die Täter, gelang es den Behörden bisher nicht, Arrestierungen vorzunehmen.
Die Thematik der far-left Gewalt in Europa sorgt auch international für Schlagzeilen. Besonders die Trump-Administration in den USA hat mehrere europäische Antifa-Zellen als terroristische Organisationen eingestuft, darunter die berüchtigte „Hammer Gang“ aus Deutschland. Ein transgender Mitglied dieser Gruppe wurde letzten Monat in Ungarn zu acht Jahren Haft verurteilt wegen einer Reihe brutaler Angriffe in Budapest im Jahr 2023. Auch hier gibt es eine politische Dimension: Mitglieder der far-left politischen Klasse in Deutschland fordern die Freilassung des Antifa-Radikalen und betrachten ihn als Freiheitskämpfer.