Die aktuelle Berichterstattung über die geldpolitische Lage in den USA zeigt, dass die Wirtschaftsprognosen von Wells Fargo eine interessante Wendung genommen haben. Laut den Ökonomen der Bank ist die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung durch die Federal Reserve vor Juni eher gering. Dies folgt auf erfreuliche Arbeitsmarktdaten und eine mildere Inflation, die die Märkte in ihrer Erwartungen überraschten.
Im Januar stiegen die Beschäftigungszahlen um 130.000, was die Erwartungen übertraf und den dreimonatigen Durchschnitt auf 73.000 anhob. Zudem fiel die Arbeitslosenquote auf 4,3%. Ein ermutigendes Signal, das in den letzten Tagen durch eine ungewöhnliche Koinzidenz von Indikatoren verstärkt wurde, die sowohl die Lage auf dem Arbeitsmarkt als auch die Inflation innerhalb von 48 Stunden beleuchteten.
Stabilisierung der Arbeitsmarktdaten
Wie die Analyse von Wells Fargo zeigt, verzeichnete der Arbeitsmarkt eine spürbare Verbesserung. Besonders die Sektoren Gesundheitswesen und soziale Dienste bleiben allerdings die Hauptmotoren des Wachstums. Gleichzeitig gibt es auch positive Nachrichten, was die Inflation angeht. Sowohl die allgemeine als auch die Kerninflation zeigten eine erfreuliche Abkühlung: Mit 2,5% jährlicher Kerninflation wurde der niedrigste Wert seit fast fünf Jahren erreicht.
Diese Entwicklungen führen dazu, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März verringert, während die Tür für eine mögliche Lockerung der Geldpolitik im Laufe des Jahres offen bleibt. Wells Fargo hebt hervor, dass der Raum für weitere Zinssenkungen in den vergangenen Monaten schmaler wurde. Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass die nächste mögliche Anpassung der Zinsen erst im Juni stattfinden könnte.
Preisentwicklung und Einzelhandelsumsätze
Ein weiterer wichtiger Punkt, den die Bank anmerkt, ist das verlangsamte Lohnwachstum. Im vierten Quartal fiel dieses auf 3,4% im Jahresvergleich, was den schwächsten Anstieg seit 2021 darstellt. Auch die Einzelhandelsumsätze stagnieren im Dezember, obwohl die aggregierten Ausgaben während der Feiertage um 3,6% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind.
Die Kombination aus stabilisierendem Beschäftigungswachstum und moderierender Inflation könnte somit Einfluss auf die künftige Geldpolitik der Federal Reserve haben, während die Teuerung näher an die Zielvorgaben rückt.
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