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Die beliebte Dating-App Tinder hat sich entschieden, im Rahmen einer Sammelklage, die ihr vorwirft, ältere Nutzer übermäßig belastet zu haben, eine Summe von mehreren Millionen Dollar auszuzahlen. Diese rechtlichen Auseinandersetzungen betreffen die Preisgestaltung für Tinder Plus und Tinder Gold, die zwischen März 2015 und März 2016 für Benutzer ab 29 Jahren deutlich höher war als für jüngere Nutzer.

Die Klage wurde von Allan Candelore im Namen anderer Verbraucher aus Kalifornien eingereicht, die ebenfalls die höheren Preise zahlen mussten. Es wird geltend gemacht, dass Tinders Preispolitik für ältere Nutzer gegen das kalifornische Unruh-Gesetz verstößt. Wenig später, am 17. Januar 2025, wies das Gericht Tinders Antrag zurück, die Ansprüche der Mitglieder auf ein Schiedsverfahren zu verweisen, was in einem Rechtsmittel mündete, das Tinder anfocht.

Einigermaßen Einigung zwischen den Parteien

Während Tinders Berufung in der Luft hing, kamen die Parteien am 10. September 2025 zusammen, um über eine mögliche Einigung zu verhandeln. Im Rahmen dieser Mediation einigten sich die Parteien schließlich auf einen Vergleich in Höhe von 60,5 Millionen Dollar, der jedoch noch der Genehmigung des Gerichts bedarf.

Der Vergleich sieht vor, dass Gelder an diejenigen verteilt werden, die Tinder Plus oder Tinder Gold in Kalifornien nach dem 2. März 2015 erworben haben und 29 Jahre oder älter waren. Obwohl Tinder eine Einigung erzielt hat, betont das Unternehmen, dass es keine Fehler oder Gesetzesverstöße eingestanden hat.

Geplante Entschädigung für Nutzende

Die Summe von 60,5 Millionen Dollar wird vermutlich eine erhebliche Zahl von Nutzenden entschädigen, die sich durch die Preisgestaltung benachteiligt fühlten. Die genaue Verteilung der Gelder hängt von den richterlichen Entscheidungen und der Anzahl der berechtigten Antragsteller ab. Es bleibt abzuwarten, wie die Parteien letztlich vor Gericht dastehen werden.

Die Situation zeigt einmal mehr, wie wichtig Transparenz und Fairness in der Preisgestaltung von Dienstleistungen sind. Gerade in der digitalen Welt von heute ist es entscheidend, dass alle Nutzer, unabhängig von ihrem Alter, gleich behandelt werden.