In den letzten Jahren sind Cyberangriffe auf Einrichtungen des Gesundheitswesens immer häufiger geworden. Ein aktueller Fall betrifft das Northeast Rehabilitation Hospital im US-Bundesstaat New Hampshire, das in der Mai 2024 ein gravierendes Sicherheitsvorfall erlebte. Nun wird ein Vergleich in einer potenziellen Sammelklage angeboten, der den betroffenen Personen Tausende von Dollar zugutekommen könnte.
Der Vergleich resultiert aus einem Datenleck, bei dem unbefugte Dritte Zugriff auf sensible persönliche, finanzielle und medizinische Informationen erlangten. Diese Informationen könnten Namen, medizinische Akten, Patientenkontonummern, Rezeptinformationen sowie Sozialversicherungs- und Kreditkarteninformationen umfassen. Die Folgen eines solchen Vorfalls sind gravierend und werfen die Frage nach der Datensicherheit im Gesundheitswesen auf.
Rechtsstreit und Vergleichsangebot
Laut den Vergleichsdokumenten können Individuen, die nachweisen, dass sie aufgrund des Cyberangriffs finanzielle Verluste erlitten haben, eine Rückerstattung von bis zu 5.000 US-Dollar erhalten. Für jene, die keine dokumentierten Verluste nachweisen können, besteht die Möglichkeit, einen Einmalbetrag von 75 US-Dollar zu beanspruchen. Diese Regelung zeigt, wie ernst die Folgen des Datenlecks genommen werden und bietet den Betroffenen eine finanzielle Entschädigung.
Obwohl das Krankenhaus jede Verantwortung für den Vorfall abstreitet und darauf hinweist, dass das Gericht noch über die Ansprüche entschieden hat, haben die Verantwortlichen sich entschieden, den Vergleich anzunehmen, um die Kosten und Unannehmlichkeiten eines rechtlichen Prozesses zu vermeiden. Der Rechtsstreit befindet sich momentan noch in der Schwebe und wird am Superior Court of Rockingham County verhandelt.
Fristen und nächste Schritte
Die Frist für die Einreichung von Ansprüchen ist der 17. Februar 2026. Betroffene können ihre Ansprüche entweder online oder per Post einreichen. Am 2. März 2026 soll eine abschließende Genehmigung des Vergleichs durch das Gericht stattfinden. Dieses Verfahren zeigt die Herausforderungen, denen sich sowohl Patienten als auch Gesundheitseinrichtungen in der digitalen Ära gegenübersehen.
Der Vorfall im Northeast Rehabilitation Hospital stellt nicht nur eine juristische, sondern auch eine ethische Herausforderung dar, wie mit hochsensiblen Daten umgegangen wird. In einer Welt, in der persönliche Informationen zunehmend durch Cyberattacken gefährdet sind, setzt die Situation ein deutliches Signal für die Notwendigkeit von verstärktem Datenschutz in allen Lebensbereichen.