Der Online-Riese Amazon steht vor einem massiven Vergleich in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar, der Kunden zugutekommen soll, die unrechtmäßig von Rückerstattungen ausgeschlossen wurden. Einem kürzlich veröffentlichten Gerichtsverfahren zufolge hätten viele Kunden die zurückgegebenen Artikel gemäß den Unternehmensrichtlinien korrekt zurückgesendet, jedoch fälschlicherweise keine Rückerstattungen erhalten.
Im Rahmen des Vergleichs wird ein Fonds in Höhe von 309 Millionen Dollar eingerichtet, um betroffenen Käufern ausstehende Rückerstattungen samt Zinsen zu erstatten. Die Kläger informieren, dass dies zu bereits ausgezahlten oder bald ausgezahlten mehr als 600 Millionen Dollar beiträgt, was eine Gesamtverteilung von nahezu 910 Millionen Dollar an direkten Zahlungen ergibt.
Reformen und Schritte zur Verbesserung
Zusätzlich zur finanziellen Entschädigung hat Amazon zugestimmt, Maßnahmen im Wert von über 363 Millionen Dollar zu implementieren. Dazu gehören eine verbesserte Überwachung der Rücksendungen, Audits zur Identifizierung von Verarbeitungsfehlern sowie automatische Rückerstattungen und verbesserte Benachrichtigungen an Kunden, um künftige Probleme zu vermeiden. Dennoch weist der Einzelhändler jegliches Fehlverhalten zurück.
Eine interne Überprüfung des Unternehmens im Jahr 2025 habe aufgezeigt, dass in einer kleinen Zahl von Fällen Rückerstattungen ausgegeben wurden, während die Zahlungen nicht abgeschlossen waren, oder dass keine Überprüfung des zurückgesendeten Artikels stattfinden konnte, sodass keine Rückerstattung erfolgt sei.
Umfang des Rechtsstreits und Auszahlung
Die landesweite Klage betrifft Millionen von Kunden, die seit September 2017 US-Artikel gekauft und zurückgegeben haben, jedoch von Rückerstattungen oder nachträglichen Gebühren betroffen waren, oft aufgrund von Verlusten während des Transports oder Systemfehlern. Nach Genehmigung des Vergleichs im Gericht werden Mitteilungen voraussichtlich per E-Mail an die Amazon-Konten gesendet.
Kunden einer Gruppe werden voraussichtlich automatische Auszahlungen erhalten, während eine andere Gruppe zur Einreichung von Ansprüchen aufgefordert werden könnte.