Heute ist der 18.04.2026 und die Bitcoin-Community steht vor einer spannenden, aber auch herausfordernden Phase. Die On-Chain-Daten zeigen, dass Bitcoin zwar geopolitische Spannungen überstanden hat, jedoch ein Mangel an bullischem Momentum vorherrscht. Laut Glassnode hat Bitcoin einen „Stresstest“ bestanden, aber die aktuellen Akkumulationscluster im Bereich von 62.000 bis 72.000 USD sind schwächer als in früheren Phasen, die nachhaltige Preisanstiege einleiteten. Das Bild wird durch die Tatsache verstärkt, dass der Anteil der kurzfristigen Halter, die im Gewinn sind, auf unter 50% gefallen ist. Dies bedeutet, dass die meisten Käufer derzeit Verluste erleiden, was die Nachfrage und Risikobereitschaft der Investoren dämpft.

Die Analystin Sunny Mom von CryptoQuant hebt ein verstecktes Risiko hervor: Viele Investoren, die Bitcoin seit sechs bis zwölf Monaten halten, haben Einstiegspreise um die 100.000 USD. Solange die Kostenkurven für diese Halter nach oben zeigen, stellen sie einen signifikanten Widerstand für weiteres Wachstum dar. Die MVRV-Werte liegen aktuell bei 1,2, was darauf hinweist, dass Bitcoin noch nicht den Boden erreicht hat. Ein nachhaltiger Boden könnte sich bilden, wenn der Anteil der seit mehr als zwei Jahren unveränderten Coins über 20% der realisierten Kapitalisierung liegt. Derzeit liegt dieser jedoch nur bei 15%. Die strukturelle Unterstützung von langfristigen Haltern ist schwach, was die Fragilität des Marktbodens verdeutlicht.

Erwartungen und Szenarien

In den kommenden Wochen und Monaten sind zwei Szenarien für die Bildung des Zyklusbodens denkbar. Das erste Szenario, oft als „Black Swan“ bezeichnet, beschreibt einen plötzlichen Rückgang, der Zwangsliquidationen auslösen und frisches Kapital aus dem Markt „waschen“ könnte. Dies könnte zu einem schnellen und schmerzhaften Boden führen. Das zweite Szenario, bekannt als „Great Boredom“, deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren ihre Positionen halten und Bitcoin im Bereich von 60.000 bis 80.000 USD stagnieren könnte, was die Erholung bis Ende 2026 oder Anfang 2027 verzögern könnte. Kurzfristig wird eine Volatilität im Bereich von 60.000 bis 70.000 USD prognostiziert, wobei Bitcoin zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 72.300 USD gehandelt wird und in den letzten 24 Stunden um 2,7% gestiegen ist.

Mining und Marktanalyse

Ein weiterer Aspekt, der die aktuelle Marktsituation beeinflusst, sind die Mining-Metriken, die für das Verständnis der Bitcoin-Produktion und der Einkommensstressmetrik für Miner entscheidend sind. Die Puell Multiple ist ein Indikator, der die Rentabilität des Minings und den Einkommensstress verfolgt, während der Mining Pulse Veränderungen im Blockintervall analysiert, um die Expansion und Kontraktion der Hashrate zu bewerten. Solche Daten sind unerlässlich, um die aktuelle Marktdynamik besser zu verstehen.

Zusätzlich bietet die Analyse der realisierten Volatilität und der Bollinger Bands wertvolle Einblicke in die Preisentwicklung von Bitcoin. Die Kombination dieser technischen Indikatoren könnte helfen, die Märkte besser zu navigieren und Chancen für Investoren zu identifizieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird, insbesondere in Anbetracht der geopolitischen Unsicherheiten und der Marktpsychologie, die weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

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