In der Welt der digitalen Innovationen hat ein Begriff in den letzten Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt: das Metaverse. Vor drei Jahren waren Führungskräfte und Entwickler noch Feuer und Flamme für Konzepte wie „Blockchain“, „NFT“, „Web3“ und natürlich das Metaverse. Doch wie es oft der Fall ist, ebbte das Interesse ab. Brendan Greene, besser bekannt als PlayerUnknown, jedoch bleibt unerschütterlich und verwendet weiterhin diesen Begriff. „Wir können es zurückholen“, sagt er und zeigt damit, dass er an die ursprüngliche Idee eines positiven Metaversums glaubt.

Greene, der mit seinem Spiel PUBG: Battlegrounds große Erfolge feierte, arbeitet nun an einem neuen Projekt namens Prologue: Go Wayback. Dieses Spiel soll nicht einfach nur eine Fortsetzung von PUBG sein, sondern eine Neuinterpretation des Internets selbst. Er beschreibt seine Vision des Metaversums als ein „Multiversum digitaler Orte“, in dem Nutzer ihre Umgebung nach ihren Vorstellungen gestalten können. Im Gegensatz zu Mark Zuckerbergs Vorstellung eines virtuellen Büros, will Greene einen Raum schaffen, der Kreativität und Unvorhersehbarkeit fördert.

Die Ambitionen von PlayerUnknown

Greene hat bereits eine klare Vorstellung davon, wie sein Metaverse aussehen soll. In Prologue, einem ersten-person Walking Simulator, der in einer offenen Welt von 8×8 km spielt, stehen Überleben und Erkundung im Mittelpunkt. Spieler müssen mit Herausforderungen wie Nahrung, Wärme und Umweltgefahren umgehen. Das Spiel wird mit einem dynamischen Wettersystem und prozeduraler Generierung ausgestattet sein, um ein abwechslungsreiches Erlebnis zu bieten. Die aktuelle Spielzeit beträgt etwa ein bis zwei Stunden, aber Greene plant, die Schwierigkeit in Zukunft zu erhöhen.

Das Team von PlayerUnknown Productions ist mit rund 60 Personen relativ klein, hat jedoch große Ambitionen. Greene betont, dass er das Spiel in Zusammenarbeit mit den Spielern entwickeln und auf deren Feedback eingehen möchte. Ein technischer Fortschritt, an dem er arbeitet, ist das sogenannte Project Melba, eine Technologie zur Kartengenerierung, die als Grundlage für ein zukünftiges 3D-Internet dienen könnte. Außerdem plant er eine Open-Source-Plattform namens Artemis, wo Nutzer ihre eigenen Welten erschaffen können.

Artemis und die Zukunft des Metaversums

Greene hat bereits sein nächstes Spiel enthüllt: Artemis. Dieses wird ein Blockchain-basierter Metaverse-Titel sein, der den Nutzern ermöglicht, aktiv an der Wartung der Plattform teilzunehmen. „In einer großen, offenen Welt gibt es keine festen Regeln, sondern Systeme zur Nutzung“, erklärt er. Obwohl er betont, dass Artemis nicht primär auf das Geldverdienen ausgelegt ist, sollen Spieler dennoch die Möglichkeit haben, aus ihren Kreationen Wert zu schöpfen, indem sie Gegenstände im Spiel verkaufen.

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Trotz der Skepsis, die viele Entwickler gegenüber dem Konzept des Metaversums hegen, bleibt Greene optimistisch. Er erwähnt, dass er sich nicht um die Bezeichnung „Metaversum“ kümmert und vielmehr auf die Möglichkeiten fokussiert ist, die diese Technologie bieten kann. Greene ist nicht allein in seinem Streben; auch Unternehmen wie Bandai Namco, Epic Games und LEGO arbeiten an eigenen Metaverse-Projekten.

Obwohl die genaue Gestaltung des Artemis-Metaversums noch unklar ist, könnte es der Schlüssel zu einer neuen Ära der digitalen Interaktion werden. Mit einem Early Access-Start auf Steam, der für dieses Jahr geplant ist, wird die Welt von Prologue bald für die Spieler zugänglich sein. Greene und sein Team hoffen, durch kontinuierliche Updates und Anpassungen auf das Feedback der Community ein wirklich einzigartiges Erlebnis zu schaffen.